Der Drilandsee in Gronau

Historie

Ungefähr in den 70er Jahren wurde mit der Aussandung des

Drilandsees begonnen. Der Sand wurde für den Bau der Autobahn

verwendet. Typisch für diese Gewässer ist die Strukturarmut.

Die Bezeichnung „Sandloch“ ist nicht übertrieben. Die

durchschnittliche Tiefe beträgt ca. 4 m, wobei einige „Löcher“

auch bis zu 7 m aufweisen. Die Gewässerfläche insgesamt

beträgt ca. 28 ha.

Diese Größe war für einen einzelnen Verein nicht entsprechend

zu bewirtschaften. Also bildeten die Gronauer Angelvereine

1976 den Verein der Fischergemeinschaft Gronau, der

seitdem die Bewirtschaftung des Drilandsees und der Dinkel

betreibt.

 

Besatz

Der Besatz ist typisch für unsere Breitengrade. Rotaugen in

der üblichen Größe von fingerlang bis ca. 700 g. Brassen meistens

um die 2 Kilo, Einzelexemplare auch um die 5 Kilo. Karpfen

werden vereinzelt um die 15 kg gefangen. Kleine Hechte

sind zahlreich. Es sind aber auch schon Fische von mehr als

10 kg gefangen worden. Barsche sind nicht so häufig, dennoch

sind kiloschwere Fische nichts besonderes. Schleien und

Rotfedern sind nicht sehr zahlreich. Erwähnenswert ist noch

der Aal. Eine im Jahre 2008 durchgeführte Untersuchung

brachte einen guten Bestand ans Tageslicht. Der Zander hingegen

scheint ganz verschwunden zu sein. Das liegt u.a. an

der Veränderung der Wasserqualität. Das Wasser ist sehr klar

und bietet einen hohen Lichteinfall. Hinzu kommt die Anwesenheit

von Kormoranen während der Wintermonate. Obwohl

die Fischergemeinschaft seit über 30 Jahren regelmäßigen

Besatz tätigt, ist der Fischbestand quantitativ eher als mäßig

anzusehen. Ähnliche Gewässer, wie z.B. der Borkener Pröbstingsee,

weisen einen deutlich höheren Bestand auf.

 

Angelmethoden

Der Drilandsee weist, besonders im Uferbereich, eine sehr

starke Verkrautung bis in eine Tiefe von ca. 4 m auf. Dadurch

ist eine Befischung mit der Kopfrute nahezu unmöglich. Es sei

denn, man macht sich einen „Hotspot“. Ansonsten ist das

Distanzfischen mit Feeder oder Match die erfolgreichste

Methode. Auch das Angeln vom Boot ist unter besonderen

Bestimmungen erlaubt. Erlaubnisscheine sind in den am See

gelegenen Gaststätten und den örtlichen Angelfachgeschäften

erhältlich.